Studium des Masterstudiengangs Toxikologie

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Hinweis: aktuell ist die Immatrikulation ausgesetzt.

"Wir bedanken uns für Ihr Interesse an dem Masterstudiengang Toxikologie an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Wir werden im Jahr 2018 keine Immatrikulation vornehmen. Haben Sie weiterhin Interesse an dem Masterstudiengang Toxikologie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, so erhalten Sie aktuelle Informationen auf der Internetseite." (Prof. Dr. med. Gilbert Schönfelder)

Kurzüberblick

  • Weiterbildend / postgradual, 120 ECTS
  • 2 Jahre Vollzeit
  • Abschluss: M.Sc. - Master of Science in Toxicology
  • Beginn: jährlich Mitte Oktober (Semesterpläne)
  • Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli des Jahres für die Immatrikulation zum Wintersemester
  • 30 Studienplätze
  • Studiengangssprache: Deutsch.
  • Gebührenpflichtig: 55 EURO pro ECTS, insgesamt 6.600 EURO. Semestergebühren von 1.650 EURO plus Immatrikulationsgebühr von ca. 300 EURO werden semesterweise erhoben.
  • Zielgruppe: Der weiterbildende Studiengang Toxikologie heißt Teilnehmer mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss aus der Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie oder aus naturwissenschaftlichen Fächern willkommen.

Studieninhalte ab Wintersemester 2012/2013

  • Allgemeine Toxikologie (Fremdstoffmetabolismus, Toxikokinetik, chemische Mutagenese, Kanzerogenese, Bioanalytik, etc.)
  • Grundlagen der Pathologischen Anatomie und Histologie
  • Tierschutz und Versuchstierkunde
  • Biostatistik und Epidemiologie
  • Pharmakologie
  • Lebensmitteltoxikologie
  • Immuntoxikologie
  • Klinische Chemie und Analytik
  • Regulatorische Toxikologie und Teststrategien bei der Sicherheitsprüfung
  • Ökotoxikologie
  • Reproduktionstoxikologie
  • Klinische Toxikologie und Tumorentstehung

Zielgruppe
Der Masterstudiengang Toxikologie an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin bietet die Möglichkeit einer Weiterbildung im Gebiet der Toxikologie nach abgeschlossenem Hochschulstudium in Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie oder  naturwissenschaftlichen Fächern.

Ziele
Der Masterstudiengang soll insbesondere solche Erkenntnisse, Methoden und Fähigkeiten vermitteln, die das wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Toxikologie ermöglichen und die Studierenden auf ihre zukünftigen Tätigkeiten und Aufgaben in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, in Behörden, in der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie in Lehre und Ausbildung vorbereiten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass vor allem bei Behörden und der Industrie ein zunehmender Bedarf an Toxikologinnen und Toxikologen besteht, dem ein Mangel an qualifizierten Bewerbern gegenüber steht.

In einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 2000 veröffentlichten Denkschrift Toxikologie wurde "die Förderung des akademischen Nachwuchses mit allen verfügbaren Mitteln als dringendste und wichtigste Aufgabe" benannt.

Inhalte und Ziel des Masterstudiengangs Toxikologie

- Prävention, Wissenschaft, Sicherheit -

Die Toxikologie befasst sich mit den schädlichen Wirkungen chemischer Stoffe auf Lebewesen. Ihre Aufgabe ist es zum einen, Prävention zu betreiben, d.h. Schadwirkungen von Substanzen zu erkennen und zu beschreiben bevor der Mensch exponiert wird. Zum anderen strebt die moderne Toxikologie nach der Aufklärung der Wirkungsmechanismen, d.h. der Wechselwirkungen zwischen dem chemischen Stoff und den für die toxische Wirkung relevanten biologischen Strukturen auf molekularer Ebene. Die Toxikologie bildet ihrer Natur nach kein eng umgrenztes Fachgebiet, sondern umfasst alle Belange, die für die wissenschaftliche Beurteilung von Fremdstoffen bedeutsam sind. Zum Studiengang Toxikologie gehören u.a. die Fachgebiete Allgemeine Toxikologie, Lebensmitteltoxikologie, Regulatorische Toxikologie, Ökotoxikologie, Immuntoxikologie, Reproduktionstoxikologie, Klinische Toxikologie sowie Teststrategien bei der Sicherheitsprüfung von Arzneimitteln und Chemikalien. Als Voraussetzung für das Verständnis dieser Fächer werden grundlegende Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Basisdisziplinen Biochemie, Biologie, Chemie, Genetik und Physiologie benötigt.

Das Ziel des Studiums besteht darin, den Studierenden die Grundlagen der Wechselwirkung zwischen Fremdstoffen und Lebewesen sowie die molekularen Mechanismen der gesundheitsschädigenden Wirkungen von chemischen Stoffen zu vermitteln. Das Verständnis des toxischen Wirkungsmechanismus ist eine wichtige Voraussetzung für die wissenschaftliche Beurteilung der Gefährdung, die von einem Stoff ausgeht. Darüber hinaus ist nur über den Wirkungsmechanismus die Ableitung von Struktur-Wirkungs-Beziehungen und damit die Vorhersage toxischer Wirkungen bei neuen Substanzen möglich (sogenannte "in silico Toxikologie"). Diese Kenntnisse sollen die Studierenden befähigen, eine Risikobewertung von chemischen Stoffen durchzuführen bzw. ihre schädlichen Wirkungen vorherzusagen, so dass ein höheres Maß an Sicherheit für Mensch und Umwelt erreicht wird.

Der Masterstudiengang soll insbesondere solche Erkenntnisse, Methoden und Fähigkeiten vermitteln, die das wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Toxikologie ermöglichen und die Studierenden auf ihre zukünftigen Tätigkeiten und Aufgaben in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, in Behörden, in der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie in Lehre und Ausbildung vorbereiten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass vor allem bei Behörden und der Industrie ein zunehmender Bedarf an Toxikologinnen und Toxikologen besteht, dem ein Mangel an qualifizierten Bewerbern gegenüber steht.

Durch die enge Kooperation der CharitéUniversitätsmedizin Berlin mit der Universität Potsdam und anderen Institutionen der Region steht für diesen Studiengang eine besonders breite Basis an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zur Verfügung. Dadurch ergibt sich eine wesentliche fachliche Bereicherung und ungewöhnlich vielfältige inhaltliche Kompetenz.

Organisation

Der Masterstudiengang "Toxikologie" wird von der CharitéUniversitätsmedizin Berlin in Kooperation mit der Universität Potsdam und anderen Institutionen der Region organisiert und angeboten. Die Leitung des Masterstudiengangs obliegt Herrn Prof. Dr. Ralf Stahlmann (Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin). Voraussetzung für den Zugang zum weiterbildenden Masterstudiengang Toxikologie ist ein berufsqualifizierender Abschluss an einer deutschen Hochschule. Ein gleichwertiger Abschluss an einer ausländischen Hochschule kann anerkannt werden. Besonders geeignet sind Bewerber mit einem Abschluss in den Fächern Chemie, Biochemie, Biologie, Biowissenschaften oder Ernährungswissenschaft. Auch ein abgeschlossenes Pharmazie-, Lebensmittelchemie-, Veterinärmedizin- oder Medizin-Studium qualifiziert für eine Bewerbung. Im Einzelfall sind davon abweichende Regelungen möglich.

Die Teilnahme an einzelnen Modulen ist möglich, sofern Plätze frei sind.

Die Lehrveranstaltungen finden ganz überwiegend in Berlin statt (s. Veranstaltungsorte) und werden in der Regel an drei Tagen pro Woche zusammengefaßt.

  • Im ersten Fachsemester werden grundlegende Kenntnisse in den Fächern Allgemeine Toxikologie I (Fremdstoffmetabolismus und Toxikokinetik), Pathologische Anatomie und Histologie, Tierschutz und Versuchstierkunde, Pharmakologie und Lebensmitteltoxikologie in Form von Vorlesungsreihen vermittelt. Ergänzt werden diese Veranstaltungen durch Praktika in den Fächern Allgemeine Toxikologie I (Fremdstoffmetabolismus und Toxikokinetik) sowie Pathologische Anatomie und Histologie, Tierschutz und Versuchstierkunde und durch Seminare in den Fächern Pharmakologie und Lebensmitteltoxikologie.
  • Im zweiten Fachsemester werden grundlegende Kenntnisse in den Fächern Allgemeine Toxikologie II (Chemische Mutagenese und Kanzerogenese und Bioanalytik), Biostatistik und Epidemiologie, Immuntoxikologie, Klinische Chemie und Analytik in Form von Vorlesungsreihen dargestellt. Diese Veranstaltungen werden von Praktika in den Fächern Allgemeine Toxikologie II (Chemische Mutagenese und Kanzerogenese und Bioanalytik), Immuntoxikologie sowie Klinische Chemie und Analytik, von Übungen und von Seminaren im Fach Biostatistik und Epidemiologie sowie Immuntoxikologie begleitet.
  • Im dritten Fachsemester werden die Vorlesungsreihen Regulatorische Toxikologie und Teststrategien bei der Sicherheitsprüfung, Ökotoxikologie, Reproduktionstoxikologie, Klinische Toxikologie und Tumorentstehung angeboten. Hinzu kommen Praktika in den Fächern Ökotoxikologie, Reproduktionstoxikologie und Klinische Toxikologie und Tumorentstehung sowie Seminare in den Fächern Regulatorische Toxikologie, Klinische Toxikologie und Tumorentstehung.
  • Im vierten Fachsemester wird die Master-Arbeit angefertigt. Die Master-Arbeit kann an einer universitären oder außeruniversitären Einrichtung (Behörde, Industrie) durchgeführt werden. Im Fall, dass die Master-Arbeit an einer außeruniversitären Einrichtung durchgeführt wird, muss der Studierende sicherstellen, dass ein/e am Studiengang beteiligter/e Dozent/Dozentin die Arbeit mitbetreut. Titel und Betreuer der Masterarbeiten werden auf der Homepage des Studiengangs präsentiert.

In den Fachsemestern werden studiumbegleitend einzuladende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland neueste Ergebnisse zu "Aktuellen Fragen in der Toxikologie" in Form von Vorträgen präsentieren.

Modulkatalog

  • Allgemeine Toxikologie I (Fremdstoffmetabolismus und Toxikokinetik)
  • Grundlagen der Pathologischen Anatomie und Histologie
  • Tierschutz und Versuchstierkunde
  • Pharmakologie
  • Lebensmitteltoxikologie
  • Allgemeine Toxikologie II (Chemische Mutagenese, Kanzerogenese und Bioanalytik)
  • Biostatistik und Epidemiologie
  • Immuntoxikologie
  • Klinische Chemie und Analytik
  • Regulatorische Toxikologie und Teststrategien bei der Sicherheitsprüfung
  • Ökotoxikologie
  • Reproduktionstoxikologie
  • Klinische Toxikologie und Tumorentstehung

Weitere Beschreibungen zu den Modulen des weiterbildenden Masterstudiengangs Toxikologie finden Sie im Modulkatalog (PDF)