Ökotoxikologie

Inhalt des Moduls
Die Studierenden lernen an ausgewählten Beispielen die Erfassung und Bewertung ökotoxischer Wirkungen sowie die Prozessüberwachungen und ökologischen Konsequenzen anthropogener Eingriffe. Die Schlüsselprozesse lassen sich auf der molekularen, subzellulären, organistischen Ebene sowie der Population- und Ökosystem-Ebene anhand der betroffenen komplexen Zielreaktionen und -strukturen nachweisen. Die moderne Ökotoxikologie nutzt die Zielstrukturen solcher Schlüsselprozesse zur biomolekularen Erkennung. Im Rahmen der Vorlesung werden die Grundlagen der Ökotoxikologie mit folgenden Inhalten vermittelt: Grundlagen der Ökotoxikologie, chemisch-physikalisches, biologisches und wirkungsbezogenes Monitoring ökologischer Wirkungsketten in der Wasser- und Bodenmatrix mittels bioanalytischer Systeme (u.a. Biosensoren), Biotestverfahren einschließlich Ersatzmethoden zum Tierversuch sowie suborganismischer Testverfahren zur Erfassung von neurotoxischer, gentoxischer, immuntoxischer und endokriner Wirkungen sowie von Biotransformation. Es werden umfassende Kenntnisse zu den ökotoxikologischen Verfahren auf der molekularen Ebene bis hin zur „großräumigen” Ökotoxikologie im urbanen Raum und auf der Landschaftsebene vermittelt. Weitere Lehrinhalte sind Konzepte zur ökologischen Risikoanalyse und ihrer Bewertungsinstrumente, Kommunikation und Management, „Life Cycle Assessment” für ausgewählte Stoffe und Stoffgruppen sowie ein ökologisches/ökotoxikologisches „Benchmarking” als ein interdisziplinäres, systemisches und prozessorientiertes Vorhersage- und Planungsinstrument in der ökologischen Risikoabschätzung. Der praktische Teil des Moduls besteht aus einem dreiwöchigen Praktikum zur Ökotoxikologie mit Seminarvorträgen und einer Exkursion: Kenntnisse zur Sanierung belasteter Gewässer und Böden werden auf der Grundlage einer systematischen Übersicht über die dem Stand der Technik entsprechenden Verfahren im Rahmen von Seminarthemen erarbeitet. Auf einer Exkursion werden industrielle und kommunale Einrichtungen, Bauwerke sowie anthropogene Eingriffe hinsichtlich ihrer Emission und Immission und ihrer ökotoxikologischen Wirkungen (Risikoanalyse) sowie der ökonomischen Konsequenzen untersucht.

Qualifikationsziel
Die Studierenden sollen die Grundlagen der Ökotoxikologie mit ihren exemplarisch ausgewählten Methoden und Möglichkeiten vermittelt bekommen.
Überfachlicher Kompetenzerwerb: Ökonomische Konsequenzen und rechtliche Rahmenbedingungen, interdisziplinäre Analyse der Auswirkungen auf Ökosysteme.

Lehrformen
Vorlesung, Seminar, Praktikum, Selbststudium

Download - Modulkatalog Masterstudiengang Toxikologie

Koordination

M.Sc. Theresa Martin
Koordination
t: +49 30 450 525 523 | +49 30 450 525 516 (Dahlem)
Harald Weinrich
Koordination
t: +49 30 450 525 534